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TC Hörnli mit zwei NLB-Mannschaften  

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Den Klassenerhalt geschafft und die Erwartungen übertroffen. Der TC Hörnli Kreuzlingen ist auch im kommenden Jahr mit zwei Mannschaften in der Nationalliga B vertreten. Derweil sich die Damen den Ligaerhalt überraschend bereits vorzeitig gesichert hatten, blieb es bei den Männern bis zum Schluss eng.
 
Marie-Theres Brühwiler
 
«Wir haben nicht nur den angestrebten Liga-Erhalt in der NLB geschafft, sondern mit dem vierten Platz die Erwartungen deutlich übertroffen», freut sich Tennislehrer Ralph Zepfel, der die Fäden in der Kreuzlinger Wettkampfszene seit vielen Jahren spannt. Dass die jungen Hörnlispielerinnen ihre Première in der NLB am letzten Samstag mit einer zu Null-Niederlage gegen den TC Zofingen beendet haben, änderte nichts mehr an der guten Platzierung. Mit zehn Punkten und 26 gewonnenen Sätzen klassierte sich das jüngste Team der Liga hinter Weihermatt, Luzern Lido und Zofingen auf Position vier und liess dabei Klubs mit klingenden Namen wie etwa Grasshopper ZH und Lausanne Sport hinter sich. In den fünf Runden standen Nadine Keller (N3.44), Sophie Lüscher (N4.59), Melody Hefti (N4.60), Paula Cembranos (R1), Chiara Merico (R1), Lina Blechner (R1), Alina Zepfel (R2) und Nicole Zurbriggen (R2) im Einsatz. NET-Spielerin Larissa Tschenett verpasste verletzungsbedingt alle Spiele. Nicole Zurbriggen aus Sirnach konnte wegen einer Verletzung nur einmal mitspielen. «Die Saison war mit bis zu drei gleichzeitig verletzten Stammspielerinnen nicht einfach. Wir haben das Beste daraus gemacht und profitieren konnten letztlich alle», räumt Captain Alina Zepfel ein.

Auf Messers Schneide

War der Ligaerhalt der Damen bereits vor der letzten Runde sichergestellt, blieb es bei den Herren bis ganz zum Schluss hochspannend. Am Ende entschied ein einziger Punkt, welcher die Thurgauer rettete und den Abstieg des TC Geneva Country Club besiegelte. Gegen den TC Teufenthal stand das Team auswärts in Abwesenheit ihres Leaders Jakub Paul (N2.19) jedoch am Samstag nicht ganz unerwartet noch einmal auf verlorenem Posten. Schliesslich reichte aber der Sieg von Noah Rockstroh (N3.40) gegen Yanik Kälin (N3.53) um den vorletzten Gruppenplatz zu halten. «Wir sind uns bewusst, dass die nächste Saison noch härter für uns wird», sagt Lukas Hafner (R3) aus Busswil. Denn man müsse damit rechnen, dass sich Teamleader Jakub Paul in der nächsten Saison in anderen Sphären bewege, es aber auch im kommenden Jahr kein Budget gebe. Jakub Paul reitet seit seinem Junioren-Europameistertitel im Doppel auf der Erfolgswelle und schaffte dieses Jahr fulminant den Einstieg bei den Profis. Für den TC Hörnli spielten neben Paul, Rockstroh und Hafner in dieser Saison auch Denis Brizic (N3.69), Nicola Wehrle (N4.129), Niculin Zach (N4.145), Geremia Rossi (R1), Tizian Hefti (R1) und Kevin Wild (R1).

Die Jüngste in der NLB

Die Hörnli-Damen waren nicht nur das jüngste Team der NLB, sondern hatten mit der erst 15-jährigen Alina Zepfel auch den jüngsten Captain der ganzen Liga. Im Interview erklärt die Güttingerin, wie sich bei ihrer doppelten Première gefühlt hat.
 
Wie hast du deine erste Saison in der NLB erlebt?

Meine erste NLB-Saison war in jeder Beziehung eine sehr wertvolle Erfahrung. Zum einen natürlich, weil ich mich mit neuen Gegnerinnen auf einem hohen Niveau messen konnte. Zum anderen aber auch, weil ich auch bei allen Spielen meiner Kolleginnen hautnah dabei war und auch davon sehr viel profitieren konnte. Als Captain durfte ich zudem die Heimspiele organisieren und die Reisen für die Auswärtsspiele planen.

Welches waren deine zusätzlichen Aufgaben als Captain?

Wichtig ist natürlich die Mannschaftsaufstellung, in welche oft taktische Überlegungen einfliessen. Bevor ich einen Entscheid getroffen habe, haben wir uns immer im Team beraten. Bei Heimspielen gilt es zudem, die Resultate zu erfassen. Im Interclub hat der Teamspirit eine grosse Bedeutung. Die Stimmung in unserer Mannschaft war trotz Verletzungssorgen immer sehr gut. Alle unterstützten sich gegenseitig und die Handys lagen für einmal weit weg.

Gab es keine Probleme, weil ausgerechnet die Jüngste das Team führte?

Das war überhaupt kein Thema. Ich habe diese Aufgabe sehr gerne gemacht und werde diese im nächsten Jahr mit grosser Freude wieder machen.

Hast du lieber auswärts oder zu Hause gespielt?

Mir spielt das nie eine Rolle. Ich liebe Tennis. Hauptsache ist deshalb immer, dass ich spielen kann.

Dein Wunsch für die Zukunft

Wir wollen die Erfahrungen vom diesjährigen NLB-Abenteuer mitnehmen und wer weiss, vielleicht stellen die Kreuzlingerinnen in einigen Jahren vielleicht sogar wieder ein NLA-Team.
 
Bilder Actionbilder von Alina Zepfel: Archiv Mario Gaccioli

Teambild zur Verfügung gestellt von links nach rechts:
Das junge NLB-Team des TC Hörnli: Nicole Zurbriggen, Paula Cembranos, Melody Hefti, Alina Zepfel, Larissa Tschenett, Nadine Keller

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